Deutschland – Die Partei der Grünen ist bei der Beurteilung von Homöopathie in zwei Lager gespalten

Deutsche Politiker machen gegen Mehrheit der Bevölkerung mobil: Sind die Grünen noch grün?

Die Forsa-Umfrage zum Thema „Erfahrung mit Homöopathie“ zeigt einen klaren Aufwärtstrend in Deutschland:

(Repräsentative Umfrage Forsa bei 2.000 Befragten ab 18 Jahren, November 2018)

Entgegen dem Wunsch der Mehrheit der deutschen Bevölkerung, möchte der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel, Gesundheitspolitiker der Union und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Bundestag, die Erstattung im nächsten Jahr abstellen. „Homöopathie ist eine Glaubensfrage und für Glauben sind die Kassen nicht zuständig.“ Er kündigt an, im Jahr 2020 ein Gesetz gegen Homöopathie in den Bundestag einzubringen.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hatte im Juli angekündigt, dass er in der Großen Koalition mit Jens Spahn sprechen werde, damit die Koalition eine Regelung gegen die Erstattung von Homöopathie von Krankenkassen verabschiede. 

So weit, so überraschend, dass sich Politiker gegen die Wünsche der Bevölkerung stellen.

Jetzt kommt aber der Clou: Die Partei der Grünen ist bei der Beurteilung von Homöopathie in zwei Lager gespalten: das Lager der Befürworterinnen wie die pflegepolitische Sprecherin Kordula Schulz-Asche und das neoliberale Lager der Globuli-Gegner. Hier ist an prominenter Stelle Tim Demisch zu sehen, der der Aktivist hinter einem Antrag der Grünen auf ihrem Parteitag im November in Bielefeld ist. Der Antrag ist seit 9.9.2019 offiziell und wird von über 250 Grünen unterstützt.

Nun fragt sich der unvoreingenommene Bürger: Von den Grünen hätte man wohl erwartet, dass sie für Nachhaltigkeit und schonenden Umgang mit Kranken und Natur sein sollten. Als Grüner müsste man doch wohl die sanften Medizinformen unterstützen. Die Behauptung, Homöopathie könne nicht mehr als Placebo ist natürlich ein Bumerang: erst jüngst hat die australische Gesundheitsbehörde den ersten Report nach massivem Druck herausgegeben: Hier schreibt Frau Prof. Dr. Anne Kelso unmissverständlich, dass auch der 2. Report von 2015 entgegen manchen Behauptungen nicht behauptet hat, dass Homöopathie ineffektiv wäre. Eine Litotes (zweimalige Verneinung) ist aber eine klare Bejahung, nämlich, dass Homöopathie effektiv ist. Zusammen mit dem von AKH-Mitarbeitern erarbeiteten Ausführungen zur Lancet-Arbeit 2005, die eindeutig gezeigt hat, dass auch diese Metaanalyse so wie die 4 anderen davor für eine Wirksamkeit der Homöopathie spricht, ist es verwunderlich, dass deutsche Politiker militant gegen Homöopathie mobil machen. Was kann wohl der Grund sein?

(Teile dieses Berichts stammen aus der Homepage HomoeopathieWatchblog)